Die variantenreiche Zubereitung von frischem Gemüse hat in der türkischen Küche höchsten Stellenwert. Es wird auch gebraten, frittiert oder mit Joghurt serviert. Gemüsegerichte werden allein oder mit Fleisch warm gegessen, mit Reis und Hackfleisch gefüllt (Dolma) oder auch mit Olivenöl zubereitet und kalt gegessen. Natürlich wird auch Lamm-, Kalb- und Rindfleisch und viel Huhn angeboten. Schweinefleisch ist dem gläubigen Moslem untersagt.
Ayran
Ayran ist ein Yoghurt-Getränk mit etwas Wasser verdünnt, leicht gesalzen und äußerst erfrischend, er wird gekühlt serviert. Sehr gut gegen den Durst an heißen Tagen oder zu scharfem Essen. Ihn sollten Sie unbedingt probieren.
Tee und Kaffee
Tee, (Çay geschrieben, aber 'tschai' gesprochen), wird zu jeder Gelegenheit angeboten und getrunken. Beim Kauf einer Lederjacke ebenso wie beim Handel mit dem Teppichhändler. Man entdeckte an der feuchtwarmen Küste des Schwarzen Meeres günstige Bedingungen für den Anbau von Tee. Seit dieser Zeit ist Çay das Nationalgetränk überhaupt in der Türkei.
Der für die Türkei so typische Kaffee wird im Cezve (das Kännchen mit dem Stiel) zubereitet und serviert. Man erhitzt gleichzeitig Kaffeepulver, Wasser und Zucker bei kleiner Flamme. Wenn die Flüssigkeit schäumend aufkocht, serviert man den 'Kahve' in kleinen Mokkatassen. Drei Arten kann man bestellen: 'sade' (für ungezuckert), 'orta' (für mittel/wenig Zucker) und 'sekerli' (für süß).
Raki
Als alkoholisches Getränk steht Raki an der Spitze der Beliebtheitsskala. Es ist ein etwa 45%iger klarer Anisschnaps, der mit etwa 2 Dritteln Wasser am Tisch "verdünnt" wird. Er erscheint dann milchig trüb und wird daher im Volksmund auch "Aslan-süt" genannt, (Löwenmilch). Das Tolle am Raki ist, daß er während der Mahlzeit zu allen Gängen schmeckt. Sei es zur Vorspeise oder zur süßen Nachspeise, zu Fisch oder zu Fleisch, Raki paßt immer. Mit "Scherefe" (das heißt 'zum Wohlsein' auf türkisch) prostet man sich zu.
Mezeler - die Vorspeisen
Vorspeisen zum Sattessen. Wer zum ersten Mal in die Türkei kommt, ist überrascht von der Vielzahl kleiner Gerichte, die in den Restaurants angeboten werden. Meist bringt der Kellner ein Sortiment in Portionstellern auf einem großen Tablett direkt an den Tisch und jeder wählt, was ihm schmackhaft erscheint. Weitaus häufiger aber geht man selbst an die Auswahltheke im Restaurant. Dolmas, die Paprikaschoten gefüllt mit Reis, Korinthen und Pinienkernen, das gleiche in Weinblätter gewickelt. Homus, eine pikante Paste aus Kichererbsen; gebackene Auberginenscheiben mit Knoblauch-Joghurt. Danach werden warme Vorspeisen serviert: Cigara-Böreks, Blätterteig mit weißem Käse und Petersilie gefüllt; Zucchinipuffer und gebackene Zucchinibüten - unendlich die Zahl, würden wir die Aufzählung hier fortsetzen. Das Angenehme aber: es wird einem überhaupt nicht übel genommen, wenn kein Platz mehr für den Hauptgang bleibt.
Döner Kebab
.. die türkische "Antwort auf den Big Mac". Vom rotierenden Spieß abgesäbelt, werden die Scheibchen aus Fleisch mit rohen Zwiebeln und Salat in die Pide - ein aufgeschlitztes Fladenbrot- gefüllt.
Gözleme
(Gösleme ausgesprochen) Hinter diesem Begriff versteckt sich ein Crepes-ähnlicher dünner Pfannkuchen. Auf einem gewölbtem Blech gebacken, wird dieser dann zumeist mit einer Mischung aus Schafskäse und Petersilie gefüllt.
Lahmacun
Ein Zwischending von Pizza und Tortilla, auf dünnem Teig dünn ausgestrichenes Hackfleisch mit frischen Gartenkräutern - gut bis scharf gewürzt dazu. (Lach-mah-dschun wird es ausgesprochen).
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